Ratgeber · Oktober 2026

UGC Creator werden: So verdienst du Geld mit Videos für Marken

Du brauchst keine Follower. Du brauchst ein Handy, Licht vom Fenster und drei Probevideos. Hier steht, was Marken pro Video zahlen und wie du die ersten Kunden findest.

Aktualisiert am 7. Oktober 20269 Min. LesezeitPreise mit Quelle

Du willst UGC Creator werden? Dann brauchst du keine Reichweite. Marken bezahlen dich für das Video, nicht für deine Follower. Sie posten es selbst oder schalten es als Werbung. In diesem Ratgeber erfährst du, was UGC bedeutet, welche Videos Marken kaufen, was ein Video bringt und wie du in fünf Schritten startest. Am Ende zeigen wir, wann Marken mit KI-UGC günstiger fahren und wann ein echter Creator die bessere Wahl bleibt.

Die kurze Antwort

UGC Creator drehen kurze Videos für Marken, meist mit dem Handy. Ein Video bringt laut der UGC-Plattform Influee im Schnitt 150 bis 212 US-Dollar. Starten kannst du mit drei Probevideos, ganz ohne Follower. Für Marken, die viele Varianten testen wollen, ist KI-UGC oft günstiger. Für echte Produkterfahrung bleibt der Mensch vorn.

Was ist UGC? Die Bedeutung einfach erklärt

UGC steht für User-generated Content, auf Deutsch nutzergenerierte Inhalte. Gemeint waren ursprünglich Inhalte von ganz normalen Nutzern: Bewertungen, Fotos, Kommentare, Videos. Mehr zur Herkunft des Begriffs steht bei Wikipedia.

Im Marketing meint UGC heute meistens etwas anderes: Eine Marke bezahlt eine Person dafür, ein Video zu drehen, das wie ein echter Kundenpost aussieht. Handy statt Studio. Küche statt Kulisse. Genau das macht es glaubwürdig.

UGC Creator oder Influencer: der Unterschied

Beide machen Videos. Bezahlt werden sie für etwas anderes. Ein Influencer verkauft seine Reichweite. Ein UGC Creator verkauft das Video.

FrageUGC CreatorInfluencer
Wofür wird bezahlt?Für das VideoFür die Reichweite
Wo läuft das Video?Auf dem Kanal der Marke oder als WerbungAuf dem eigenen Kanal
Braucht man Follower?NeinJa
Wer darf das Video nutzen?Die Marke, so wie im Vertrag vereinbartMeist bleibt es bei der Person

UGC Beispiele: Diese Videos kaufen Marken

Die meisten UGC-Videos sind kurz, oft unter einer Minute. Sie folgen meist einem dieser sechs Muster. Wenn du sie drauf hast, kannst du fast jeden Auftrag annehmen.

Unboxing

Du packst das Produkt zum ersten Mal aus und sagst ehrlich, was dir auffällt. Passt gut zu Mode, Technik und Beauty.

„Okay, das ist gerade angekommen. Mal sehen, ob es hält, was es verspricht.“

Erfahrungsbericht

Du erzählst, welches Problem du hattest und wie das Produkt es gelöst hat. Das ist das klassische UGC-Video für Werbung.

„Ich hab drei Apps ausprobiert. Die hier ist die einzige, die ich noch nutze.“

Problem und Lösung

Erst zeigst du das Problem, dann die Lösung. Am besten mit einem Vorher und Nachher, das man sofort sieht.

„Nach dem Duschen war mein Bad immer voller Kalk. Bis ich das hier gefunden habe.“

Anleitung

Du zeigst Schritt für Schritt, wie man das Produkt benutzt. Gut für Apps, Kosmetik und alles, was man erklären muss.

„So richtest du das in zwei Minuten ein.“

Gründe-Liste

Du nennst ein paar Gründe, warum du das Produkt magst. Schnell gedreht, schnell geschaut.

„Drei Gründe, warum ich nie wieder ohne diese Flasche aus dem Haus gehe.“

Hook-Varianten

Marken testen gern mehrere Anfänge für dasselbe Video. Du drehst den Hauptteil einmal und nimmst dazu fünf verschiedene erste Sätze auf.

„Hör auf, Geld für Proteinriegel zu verschwenden.“

UGC Creator werden in 5 Schritten

1. Such dir eine Nische

Wer alles macht, fällt nicht auf. Wähl ein Thema, in dem du dich auskennst und in dem viele Marken Werbung machen: Beauty, Fitness, Haushalt, Haustiere, Apps, Essen. Ein Hundebesitzer dreht glaubwürdige Videos für Hundefutter. Das sieht man.

2. Dreh drei bis fünf Probevideos

Ohne Beispiele bucht dich niemand. Nimm Produkte, die du schon zu Hause hast, und dreh damit Videos in den Formaten von oben. Sammle sie an einem Ort, zum Beispiel auf einer einfachen Webseite oder in einem geteilten Ordner. Das ist dein Portfolio.

Dir fehlt eine Idee fürs Skript? Unser kostenloser UGC-Skript-Generator schreibt dir in Sekunden einen Entwurf. Die Seite ist auf Englisch.

3. Mehr Technik brauchst du nicht

  • Ein Handy, das in 1080p oder 4K filmt. Das hast du schon.
  • Licht vom Fenster. Stell dich mit dem Gesicht zum Fenster, nicht mit dem Rücken.
  • Ein günstiges Ansteckmikrofon. Schlechter Ton fällt mehr auf als ein schlechtes Bild.
  • Eine Schnitt-App. Für den Anfang reicht eine kostenlose.

Zum Kürzen und Verkleinern deiner Clips kannst du unsere kostenlosen Video-Tools nutzen, zum Beispiel Video zuschneiden. Sie laufen im Browser, ohne Upload.

4. Finde die ersten Kunden

Es gibt drei Wege. Die meisten Creator nutzen alle drei.

  • UGC-Plattformen: Marken stellen Aufträge ein, du bewirbst dich. Gut für den Start, weil die Kunden schon da sind.
  • Direkt anschreiben: Such Marken, die schon Werbung auf Instagram oder TikTok schalten. Schick eine kurze Nachricht mit Link zu deinem Portfolio.
  • UGC-Agenturen: Sie vermitteln Aufträge an Creator und behalten dafür einen Teil des Honorars.

Ein Tipp für den zweiten Weg: In der Werbebibliothek von Meta siehst du, welche Marken gerade Anzeigen auf Instagram und Facebook schalten. Wer schon Werbung macht, braucht ständig neue Videos.

5. Leg deine Preise fest und kläre die Rechte

Dein Grundpreis gilt für ein fertiges Video. Alles, was die Marke zusätzlich will, kostet extra. Diese Punkte gehören in jeden Vertrag.

Nutzungsrechte

Darf die Marke dein Video nur auf ihrem Kanal posten oder auch als Werbung schalten? Und wie lange? Laut Influee verlangen Creator für Nutzungsrechte oft 30 bis 50 Prozent auf den Grundpreis.

Rohmaterial

Will die Marke die ungeschnittenen Aufnahmen? Auch dafür nennt Influee 30 bis 50 Prozent Aufschlag als üblich.

Hook-Varianten

Jeder zusätzliche Anfang ist ein kleines neues Video. Influee nennt dafür etwa 50 US-Dollar pro Variante.

Werbung auf deinem eigenen Kanal

Postest du das Video zusätzlich auf deinem eigenen Account, ist das Werbung und muss so gekennzeichnet sein. Wie das richtig geht, steht im Leitfaden der Medienanstalten.

Was verdient ein UGC Creator?

Eine offizielle Statistik gibt es nicht. Die besten Zahlen kommen von Plattformen, die echte Aufträge sehen. Die UGC-Plattform Influee nennt in ihrem Preis-Leitfaden diese Werte:

150 bis 212 $

Durchschnittspreis für ein UGC-Video

Quelle: Influee

ca. 175 $

Median pro Video

Quelle: Influee

ca. 100 $

Typischer Einstiegspreis für Anfänger

Quelle: Influee

500 $ und mehr

Was erfahrene Creator verlangen

Quelle: Influee

30 bis 50 %

Aufschlag für Nutzungsrechte

Quelle: Influee

15 bis 25 %

Rabatt, den Creator oft ab 5 Videos geben

Quelle: Influee

Rechne das einmal durch. Fünf Videos im Monat zu 175 Dollar sind 875 Dollar. Mit 30 Prozent für Nutzungsrechte sind es über 1.100 Dollar. Am Anfang ist das kein Vollzeitjob. Ein guter Nebenverdienst kann es sein.

Die Zahlen sind in US-Dollar und Richtwerte einer einzelnen Plattform, keine festen Preise. Was du bekommst, hängt von Nische, Erfahrung und Nutzungsrechten ab.

Steuern nicht vergessen

Sobald du regelmäßig Geld mit UGC verdienst, musst du das dem Finanzamt melden. Ob du dafür ein Gewerbe anmeldest oder freiberuflich arbeitest, klärst du am besten mit einer Steuerberatung. Mach das, bevor die erste Rechnung rausgeht.

UGC Agentur oder direkt mit Creatorn?

Für Marken gibt es zwei Wege. Eine UGC Agentur sucht Creator aus, schreibt das Briefing, prüft die Videos und regelt die Rechte. Das spart Zeit und kostet einen Aufschlag. Oder du arbeitest direkt mit Creatorn, über eine Plattform oder per Nachricht. Das ist günstiger, aber die Arbeit bleibt bei dir.

Für Creator gilt dasselbe andersherum. Eine Agentur bringt dir Aufträge, behält aber einen Teil. Direkte Kunden zahlen dir mehr, wollen aber erst gefunden werden.

UGC Marketing: Warum Marken dafür zahlen

Werbung, die wie Werbung aussieht, wird weggewischt. UGC sieht aus wie ein Video von einer echten Person, weil es eins ist. Darum schalten Marken es als Anzeige auf TikTok, Instagram und YouTube.

Der zweite Grund ist Tempo. Eine Marke kann zehn Creator mit demselben Produkt losschicken und schauen, welches Video am besten läuft. Das Gewinnervideo bekommt dann das Werbebudget.

Wann KI-UGC günstiger ist

Ein Creator-Video kostet im Schnitt 150 bis 212 Dollar. Willst du zehn verschiedene Videos testen, bist du bei 1.500 bis 2.120 Dollar. Und das, bevor ein einziges Video als Werbung läuft.

Mit KI-UGC machst du dieselben Tests für einen Bruchteil davon. In VidGuy wählst du einen von über 100 KI-Darstellern, sagst, was du verkaufst, und bekommst ein fertiges Video mit Skript, Stimme und Untertiteln. Der Starter-Plan kostet 49 US-Dollar im Monat und enthält 300 Credits. Wie viele Credits ein Video braucht, hängt von Länge und Modell ab. Alle Pläne stehen bei den Preisen.

Wann ein echter Creator besser ist

  • Das Produkt muss wirklich benutzt werden: schmecken, riechen, tragen, auftragen.
  • Du willst echte Erfahrungen zeigen. Ein KI-Darsteller hat dein Produkt nie in der Hand gehabt.
  • Die Person soll selbst bekannt sein und ihre Community mitbringen.

Wann KI-UGC besser ist

  • Du willst viele Hooks und Varianten testen, bevor du Werbebudget ausgibst.
  • Du brauchst jede Woche neue Videos, nicht einmal im Quartal.
  • Du willst nicht auf Drehtermine, Versand und Abstimmungen warten.

Du kannst auch beides kombinieren: Teste Hooks mit KI und gib das Skript, das gewinnt, danach einem echten Creator.

Wichtig: KI-Darsteller sind keine echten Kunden

Gib ein KI-Video nie als echte Kundenmeinung aus. Ein erfundener Erfahrungsbericht kann irreführende Werbung sein. Nutze KI-Darsteller für Ideen, Erklärungen und Hook-Tests und kennzeichne KI-Inhalte so, wie es die Plattform verlangt. Mehr dazu steht in unserem Ratgeber KI-Influencer erstellen.

Häufige Fragen

Was ist ein UGC Creator?

Ein UGC Creator dreht kurze Videos oder Fotos für Marken, die wie normale Kundenposts aussehen. Die Marke bezahlt für das Material und postet es selbst oder schaltet es als Werbung. Eigene Follower brauchst du dafür nicht.

Was bedeutet UGC?

UGC ist die Abkürzung für User-generated Content, also nutzergenerierte Inhalte. Ursprünglich meinte das Inhalte von normalen Nutzern, etwa Bewertungen oder Fotos. Im Marketing meint UGC heute meist bezahlte Videos im Stil eines echten Kundenposts.

Wie viel verdient man als UGC Creator?

Laut der UGC-Plattform Influee kostet ein UGC-Video im Schnitt 150 bis 212 US-Dollar, der Median liegt bei etwa 175 Dollar. Anfänger starten oft bei rund 100 Dollar, erfahrene Creator verlangen 500 Dollar und mehr. Nutzungsrechte für Werbung bringen oft 30 bis 50 Prozent extra.

Kann man ohne Follower UGC Creator werden?

Ja. Marken bezahlen dich für das Video, nicht für deine Reichweite. Was du brauchst, sind drei bis fünf gute Probevideos. Sie zeigen, dass du vor der Kamera natürlich wirkst und sauber arbeitest.

Was macht eine UGC Agentur?

Eine UGC Agentur bringt Marken und Creator zusammen. Sie wählt passende Creator aus, schreibt das Briefing, prüft die Videos und regelt die Nutzungsrechte. Marken sparen so Zeit, Creator bekommen Aufträge. Dafür behält die Agentur einen Teil des Budgets.

Teste deine Hooks, bevor du Creator buchst

Mach in VidGuy KI-UGC-Videos mit über 100 Darstellern und finde heraus, welcher Einstieg funktioniert. Das Gewinner-Skript gibst du danach einem echten Creator.

Quellen